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Unmissverständlich handeln!

Vor etwa drei Jahren ging ich zu einer Klassenzusammenkunft. Wir trafen uns in einer Berghütte. Es ergab sich, dass ich mit einer Frau übernachtete, die ich als Mitschülerin kaum wahrgenommen hatte. Sie war immer sehr ernst und hatte damals nicht viel für Kindsköpfe wie mich übrig. Da in es in der Hütte ziemlich hoch herging, konnten wir nicht schlafen und kamen – anstatt in einen tiefen Schlaf – in ein tiefes Gespräch.
Sie erzählte mir von ihrer schlimmen Kindheit und ihrer Erschöpfungsdepression der letzten Jahre. Ich schämte mich, als Kind so blind gegenüber ihrem Leid gewesen zu sein, und erzählte ihr von meinen Erfahrungen mit Gott. Darauf erklärte sie mir, dass ihre Selbsthilfegruppe sie ermutigt hatte, sich spirituell irgendwo weiter zu entwickeln, und sie sei offen für alles. Wieder zu Hause angekommen, schrieb ich ihr per Mail und erzählte vom Alpha-Kurs, der in ihrer Region stattfand.

Vor ein paar Wochen besuchte sie mich, weil sie mir «so viel zu erzählen» hätte. Sie bedankte sich von Herzen, dass ich sie auf den Kurs aufmerksam gemacht hatte. Sie habe ihr Leben Gott anvertraut und dabei ihrer Familie auch vergeben können. Es sei das Beste für ihr Leben gewesen!! Ihr Mann hörte bei allem zu und wurde zwar skeptisch – aber immerhin will auch er einen Kurs besuchen.

Ich würde mich nicht gerade als evangelistische Person bezeichnen, darum hat Gott sich wahrscheinlich gedacht: Hier muss ich unmissverständlich handeln!

                                                                                                                                Herisau, Januar 2009

50 kg zugenommen

Ich bin Vorarbeiter und muss jeweils kurzfristig Überstunden organisieren. Einer der Mitarbeiter erklärt mir, dass er leider nicht länger bleiben könne, weil sein Pferd erkrankt sei. Da «hilft nur noch beten», erklärt er zu meinem Erstaunen. Etwas verärgert dreht sich mein erster Gedanke um eine Metzgerei, doch ich ringe mich durch, ihn ernst zu nehmen. Die Pferde sind wie eine Ersatzfamilie für den Mitarbeiter. Am nächsten Tag spreche ich ihn auf das Pferd und die Aussage über das Gebet an und frate ihn, ob ich kommen darf, um für das Pferd zu beten. Unerwarteterweise sagt er sofort zu, auch wenn er sich bisher über den Glauben eher lustig gemacht hat.

Und so besuche ich ihn einige Tage später und erkläre, dass ich bete, Jesus aber das Pferd heilen werde. Das Pferd ist vergiftet worden, hat in kurzer Zeit 250 bis 300 Kilo verloren und liegt im Sterben. Nun bitte ich den Mitarbeiter, das Pferd zu halten und mir zu sagen, wenn sich etwas tut. Ich kann das Pferd ja nicht nach einer Veränderung fragen, wie wir das gelernt haben. Während des Gebets spüre ich, wie ein Ruck durch das Pferd geht und es sich aufrichtet. Danach bleiben wir kurz bei den Tieren und gehen dann zum Haus zurück. Auf dem Rückweg kommen wir an einer Kreuzung vorbei. Das Kruzifix habe ich auf dem Hinweg vor lauter Nervosität übersehen. Der eingravierte Text «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer an mich glaubt, hat das ewige Leben, auch wenn er stirbt», gibt mir den Anstoß, meinem Mitarbeiter etwas über meinen Glauben an Jesus zu erzählen. Als ich ihn fünf Tage später wiedersehe, erzählt er mir freudestrahlend, dass  das Pferd über den Damm sei und seit dem Gebet bereits wieder 50 Kilo zugenommen habe!           

                                                                                                                           Waldshut, Januar 2008

Wie ein junges Rehkitz

Es ist Samstag, und wir sind mit dem „Wunderstuhl“ vor dem Bahnhof Bern. Ein Mann, dessen Knie völlig von Schmerzen geheilt werden, will wissen, wo sich die Vineyard Bern trifft. Ich begleite ihn zum Gottesdienstort und treffe unterwegs zwei alte Schulkolleginnen. Nach meiner Rückkehr aus Berlin hatte ich die beiden vollgequatscht, doch sie wollten meine Erlebnisse nicht glauben.
Nun erzähle ich ihnen, was gerade geschehen ist, und lade sie ein, doch auch zum Stuhl zu kommen. Eine der beiden jungen Frauen leidet unter konstanten Knieproblemen, seit sie sich vor etwa drei Jahren das Kreuz-band gerissen hat. Schon beim Beten sehen wir, dass sich etwas tut. Meine ehemalige Schulkollegin spürt eine Wärme im Knie. Deswegen fordern wir sie auf aufzustehen. Ihr Kopf wird feuerrot und sie muss die Tränen zurückhalten. Zum ersten Mal seit drei Jahren hat sie absolut keine Schmerzen mehr.
Und auch die andere, kritische Kollegin ist berührt. Sie erzählt uns, dass sie ein Kribbeln spürte und einfach hätte losweinen können, als wir zu beten begannen. Sie hat schon nur beim Zusehen eine Begegnung mit Gott erlebt. Als ich mich später bei der Schulkollegin melde, sagt sie, dass sie wieder «wie ein junges Rehkitz» laufen kann!

                                                                                                                              Bern, November 2008

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